Über mich - Zu meiner Person

Claudia Wellbrock, geb. 1962 in Landshut.

Ich arbeite hauptberuflich als selbstständige Altenpflegerin. Nebenberuflich bin ich Kunsttherapeutin.

Warum Kunsttherapie?

Ich bin seit über 10 Jahren chronische Schmerzpatientin und erlebe jeden Tag an mir selber, wie schwierig es ist mit eingeschränkter Lebensqualität zurecht zu kommen. Depressionen, Burn out, Scheidungen, Arbeitslosigkeit aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen, Krankenhausaufenthalte, finanzielle Probleme. Diese meine Erfahrungen, die wohl jeder auf in der einen oder anderen Art kennt, haben mich dazu gebracht nach einem Weg zu suchen, der mir dabei hilft, damit umzugehen.

Ich liebe Malerei, so habe ich die Gelegenheit genutzt und, unter anderem, eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin gemacht. Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich so einige Therapieformen (abgesehen von medizinischen) kennengelernt. Hypnosetherapie, Entspannungstherapie, Schmerztherapie und, und, und. Wie frustrierend dieses Circum diabolicum ist, kennt jeder der sich mit solchen Lebenserfahrungen herumschlägt.

Die Kunsttherapie ist jedoch die einzige Form (die ich kennengelernt habe) in der sich das Gefühl von Macht und Ohnmacht verliert.

Warum Macht und Ohnmacht?

Weil die krankmachenden Lebenssituationen so viel Macht über das tägliche Leben gewinnen, dass das Gefühl dem hilflos ausgeliefert zu sein, überhand nimmt. In der Kunsttherapie kann ich mich aber bewusst mit den verschiedenen Themen auseinandersetzen indem ich sie bildnerisch darstelle. Dann kann ich mich selber fragen: Wie würde die Lösung aussehen? Diese ebenfalls darstellen indem ich entweder das ursprüngliche Bild verändere oder ein neues male.

Die Art wie es dargestellt wird ist immer gemäß dem eigenen inneren Bild entsprechend. So kann der eine nur Farben in abstrakter Form malen, der andere mit Texten, der nächste mit klarer Formsprache. Das ist immer persönlicher Natur.

Die Bilder werden nicht gedeutet oder vom „Therapeuten“ intrpretiert, sondern das was der Patient darüber erzählt ist maßgeblich. Z.B. ist die Farbe Schwarz für den einen der Ausdruck von Hoffnungslosigkeit, für den anderen jedoch ein Symbol für Kraft und Stärke. Ein Engel für den einen das Zeichen für Tod, für den anderen jedoch ein Symbol der Hoffnung oder Hilfe.

Der "Patient" braucht, wenn er/sie das möchte, gar nichts erzählen. Für viele ist es ziemlich schwer, das Innenleben vor dem anderen auszubreiten. Die Art der Malerei ist gleichzeitig auch ein Schutz, denn die Symbolhaftigkeit versteht letztendlich nur der/die das Bild gemalt hat.

Durch meine Arbeit als Altenpflegerin bin ich jeden Tag mit menschlichen Schicksalen konfrontiert. Hinter jeder Tür ist ein Weh und ein Ach. Für unseren Berufsstand manchmal mehr als man glaubt ertragen zu können.

Ich habe die Kunsttherapie auch schon bei Palliativpatienten und deren Angehörigen angeboten. Es war/ist eine unglaubliche Erfahrung. Für mich, weil ich mich geehrt fühlte, dabei sein zu dürfen. Für meine Patienten, weil sie selbst nicht geglaubt hatten, ihr inneres Bild malen können.

Immer sind, auf die eine oder andere Art Veränderungen passiert. Manchmal sofort, manchmal erst nach ½ bis 1 Jahr danach. -

Ich möchte im Laufe der Zeit davon mehr erzählen. So freue ich mich, wenn Sie meine Seite öfter besuchen. Anregungen, Fragen, Kommentare und Ihre (sofern Sie sie schon haben) eigenen Erfahrungen sind willkommen. Ich freue mich, wenn Sie mir schreiben.

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