Lebensfreude

Lebensfreude hab ich, wenn es mir gut geht.

Aber wenn nicht? Wenn eine Diagnose Dich aus den Socken wirft, ein Schicksalsschlag Dir den Boden unter den Füßen wegzieht, ein Verlust Dein Leben schlagartig verändert? Nichts mehr so ist, wie es war, von einer Minute zur nächsten?

Dann ist sie weg. Das Graue nimmt überhand. Manch einer versucht es durch Betäubung, andere durch Hyperaktivität diesem Zustand zu entfliehen. Wieder andere ergeben sich.

Es ist gut, wenn dann einer da ist, der einen in den Hintern tritt.

Wie fühlt sich das an, diese Lebensfreude?

Die Frage alleine löst ein großes Fragezeichen aus. Ist es ein Kribbeln im Bauch oder Herz? Oder spürt man eine Kraft, Energie, Drang sich zu bewegen? Oder sieht man Farben intensiver, lacht man mehr? Vielleicht von allem etwas. Diese Frage kann kaum einer spontan beantworten.

Zum ersten: meistens stellt man sie sich gar nicht.

Zum zweiten: ist in unsere Wahrnehmung zumeist auf das Außen fokussiert und man denkt nicht über die eigenen Gefühle nach.

Als ich mir selbst diese Frage stellte, brach ich in Tränen aus, weil ich mich nicht erinnern konnte wie sie sich anfühlt, wann ich sie das letzte Mal gespürt hatte. So fragte ich mich: „Wenn ich ein Bild malen sollte über Lebensfreude, wie würde es aussehen?“

So fing ich an zu malen ohne Plan und Ziel. Horchte auf die Gedanken und Ideen, sah Formen in den Farben, die ich verstärkte oder übermalte.

 

 

Dann begriff ich: Meine Gedanken waren nur noch auf die Schmerzen gerichtet. Um mich freuen zu können muss man an Schönes denken. Und: manche Gefühle kann man gar nicht mit Worten beschreiben. Für jeden ist Lebensfreude etwas anderes.  

Der Entstehungsprozess löste Freude in mir aus, manche Symbole die Hoffnung dass alles gut wird. Das Dunkle ist ein Teil von uns und wird es auch immer bleiben. Es ist wichtig, dass es da ist.

Wenn ich nicht wüsste, wie sich Angst anfühlt, wüsste ich doch gar nicht, wie es ist, wenn ich mutig bin (sagte meine Tochter einmal zu mir).

Eines können wir Menschen jedoch alle: Wenn die „Ohrfeige des Lebens“ kommt, kann jeder selbst entscheiden wie er/sie darüber denkt: Gute Gedanken ergeben gute Gefühle, traurige Gedanken erzeugen Schwere und Dunkelheit.

Haben Sie schon einmal einen Liebesbrief an sich selbst geschrieben? Sind Sie überzeugt davon, dass Sie Glück, Gesundheit, Wohlstand usw. verdienen?

Lassen Sie sich anstecken, inspirieren! Haben Sie den Mut das Gegenteil von Grau und Schwarz auszuprobieren, In Gedanken, in Worten, in Bildern. (Sie müssen es ja keinem zeigen).

Es ist nicht das Ereignis, sondern wie wir darüber denken.

Teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit. Ich freue mich auf Ihr Feedback.